In den vergangenen Wochen haben wir die neuesten Releases von E-PIX, gPAS, gICS und TTP-FHIR Gateway finalisiert und nun für die Community online bereitgestellt.
Dafür haben wir unsere Prozesse weiter optimiert. So bieten wir erstmals unsere Releases dateibasiert über ein öffentlich erreichbares Repository unter releases.ths-greifswald.de an. Die neuesten Releases unserer Lösungen werden nun in den unterschiedlichen Varianten (MySQL, MariaDB und, im Fall von gPAS, PostGres) vollautomatisiert gebaut, validiert, verpackt und bereitgestellt.
E-PIX, gPAS und gICS wurden einheitlich um Healthcheck-URLs erweitert. Dies ermöglicht die Einbindung unserer Lösungen in eine professionelle Server-Überwachung. So liefert ein GET-Request an `<baseUrl>/<toolname>-rest/health/state` wertvolle Details zu Softwareversionen, Speichernutzung, verfügbaren CPUs und einigem mehr im JSON-Format.
In der aktuellen E-PIX-Version wurden kleinere Verbesserungen und Bugfixes durchgeführt. Unter anderem wurde das Handling von Validierungsfehlern bei Anlage einer Domain für Anwender verbessert. Das TTP-FHIR Gateway wurde im Kontext des E-PIX erweitert, um die Suche nach Identitäten auf Basis von lokalen Kennungen (Identifiern) zu unterstützen.
Für den gPAS konnte nun die bereits lange angekündigten Domänen-basierten Rollen- und Rechte umgesetzt werden. Insbesondere das Handling der in der Praxis entstehenden Pseudonym-Hierarchien und Pseudonym-Netze war konzeptuell komplex. Das Ergebnis bietet nun eine saubere vertikale Trennung für Systeme und ist dank einer sehr generisch gehaltenen Definitionsmöglichkeit für die Umsetzung beliebiger Anwendungsszenarien geeignet. Die Dokumentationen für Domain-basierte Rollen und zur Einrichtung in Keycloak wurde entsprechend erweitert und mit zahlreichen Beispielen versehen. Ein entsprechendes Anleitungsvideo (in unserer wachsenden Reihe von Feature-Videos) folgt demnächst.
Im gICS ermöglicht ein neuer Dokumenttyp das Erstellen und Verwalten von Patienteninformationen. Sofern dies in ausgewählten Studien erforderlich sein sollte, wird auch das Ausfüllen von Patienteninformationen (z.B. verschiedene Freitextfelder) unterstützt. Eine neue tabellarische Ansicht des Modulbaums in der Web-UI ermöglicht nun eine verbesserte Orientierung bezogen auf Policy-Modulzuordnungen. Eine zusätzliche Schnittstellen-Funktion zur Ermittlung des Consent-Status gestattet nun die Verwendung von logischen Operatoren zur Auswertung von Policies.
Im Kontext des gICS wurden im TTP-FHIR Gateway Verbesserungen und Bugfixes durchgeführt. Zusätzlich wurde mit Blick auf kontinuierliche Kompatibilität zum MII KDS Consent (Version 2026) die Verundung des Suchparameters `mii-policy-uri` ermöglicht, um die gleichzeitige Suche nach spezifischen Dokumentversionen und enthaltenen Zusatzmodulen des MII Broad Consent zu unterstützen. Die Dokumentation der dafür erforderlichen Konfiguration wurde entsprechend erweitert. Auf Wunsch der Community ist zudem nun das Verhalten des TTP-FHIR Gateway beim Umgang mit invalidierten Dokumenten bei Consent-Search Anfragen konfigurierbar.
Bislang haben wir Einwilligungs- und Widerrufsvorlagen als Teil des gICS-Releases bereitgestellt. Wir sind nun dem Wunsch der Community nachgekommen und stellen diese Templates (primär für die MII) künftig einheitlich und unabhängig von den Releases über templates.ths-greifswald.de zum Download bereit.
Alle weiteren Details zu Features, Verbesserungen und Bugfixes entnehmt bitte wie gewohnt den separaten Release Notes. Die Handbücher passen wir in den kommenden Wochen an und werden diese voraussichtlich im Laufe des Augusts bereitstellen. Das Community-Dispatcher-Update folgt im Anschluss.
Auf ausgewählte neue Funktionalitäten werden wir im nächsten Community-Dialog nach der Sommerpause eingehen. Details zum Termin und den konkreten geplanten Inhalten folgen.